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Bamberger Sandkerwa

Bamberger Sandkerwa

Mit dem 1. Mai startet in vielen deutschen Regionen die jährliche Kirchweihzeit. Hier in Oberfranken nennt sich die Kirchweih „Kerwa“. Wie der Name schon sagt hat die Kirchweih – die Weihe der Kirche – ursprünglich einen religiösen Kontext. Die Kirchweih fand meist im Zuge des Festtags des Namenspatrons der jeweiligen Kirche fest und wurde von der ganzen Bevölkerung gefeiert. Um die Besucher zu unterhalten und zu verköstigen wurden um die Kirchweih komplette Feste organisiert. Durch Musikgruppen, Jahrmarktsständen, Imbissbuden und Festzelte angelockt besuchen die benachbarten Städter und Dörfler gerne die eine oder andere Kerwa. Dabei steht natürlich auch der Alkoholkonsum im Vordergrund. Traditionell wird auf einer oberfränkischen Kerwa natürlich Bier ausgeschenkt. Bevorzugt wird hierbei meist die nächstgelegenste Brauerei. Und die befindet sich bei der hohen Brauereidichte in Oberfranken spätestens im nächsten Dorf oder Stadtteil.

Eine der Hauptattraktionen einer jeden Kerwa ist das Aufstellen des Kerwabaums. Dieser mit einem Kranz versehene Baum wird von den weiblichen Bewohnern der Stadt oder des Dorfes zuerst mit Bändern, Luftballons, etc. geschmückt und dann von den männlichen Bewohnern aufgestellt. Diese Prozedur zieht sich meist über mehrere Stunden hin und auch dabei darf das Bier fließen.

Die wohl bekannteste und größte Kerwas im Bamberger Raum ist die Sandkerwa. Den Namen erhielt die Sandkerwa, da diese Kerwa sich von der Bamberger Sandstraße bis in die Innenstadt hinzieht. Sie findet jedes Jahr Ende August statt und zieht in den 5 Tagen (Donnerstag bis Montag) ihres Bestehens über 300.000 Besucher an.

Eine weitere sehr große Kirchweih ist die Bergkirchweih in Erlangen oder auf fränkisch einfach nur „Berch“ (der Berg) genannt. Die Bergkirchweih dauert mit 12 Tagen für eine Kirchweih verhältnismäßig lange. In dieser Zeit besuchen jährlich gut eine Million Menschen den Erlanger Berg. Diese Kirchweih ist so nach dem Oktoberfest in München und dem Gäubodenfest in Straubing das nach Besucherzahlen das drittgrößte bayerische Volksfest.

Eine Kerwa dauert hier in Oberfranken meist fünf Tage übers Wochenende von Donnerstag bis Montag. Die Kerwasaison zieht sich über mehrere Monate hinweg von Mai bis Oktober (teilweise sogar bis Dezember). Wer nun gerne eine Oberfränkische Kerwa im Raum Bamberg besuchen möchte kann sich auf www.kirchweihkalender-bamberg.de über die Termine informieren.

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Der heilige Erhard auf dem Kronkorken des St. ERHARD Bieres

Der heilige Erhard auf dem Kronkorken des St. ERHARD Bieres

Mit wachsender Bekanntheit von unserem St. ERHARD Bier, steigt auch das Interesse an unserem Namenspatron, dem heiligen Erhard. In diesem Blog Post möchte ich daher ein paar nähere Informationen zum heiligen Erhard selbst und zu der Namenswahl für unser St. ERHARD Bier geben.

Auf der Suche nach einem geeigneten Namen für das deutsch-indische Bier stoß unser Gründer Christian Klemenz gemeinsam mit seinem damaligen Kommilitonen und heutigen Geschäftspartner Vikanshu Bhargava auf den heiligen Erhard von Regensburg (in alten Schriften auch Erard oder Herhard genannt). Erhard war ein unverbrauchter, deutsch klingender Eigenname der sich in Asien relativ einfach aussprechen lässt und zudem gut zu einem fränkischen Bier passt.

Der heilige Erhard ist zudem auch stark mit der bayerischen Geschichte verbunden. Der gebürtige Ire war als Wanderbischof tätig und missionierte im 7. Jahrhundert Bayern. Auf seinen Reisen errichtete Erhard mehrere Kirchen und Klöster bevor er nach Regensburg kam, dort das Nonnenkloster Niedermünster gründete und später auch Bischof von Regensburg wurde. Sein Todesjahr ist unbekannt, sein Grab und die Reliquien befinden sich jedoch zur Besichtigung im Niedermünsterkloster in Regensburg.

Der heilige Erhard ist der Patron der Spitäler, Schmieden, Bäcker und Schuhmacher. Außerdem gilt er als Heiler von Kopfschmerzen, Augenleiden, der Pest und Viehkrankheiten. Sein Gedenktag ist der 8. Januar.

Meist wird Erhard von Regensburg als Bischof dargestellt, mit einer Axt oder einem Buch in der Hand, auf dem sich zwei Augen befinden. Angelehnt an diese Vorgaben haben wir auch unseren Kronkorken des St. ERHARD Bieres gestaltet. Dort ist der Heilige mitsamt Bischofstab und Buch dargestellt.

Wir von St. ERHARD nehmen uns den Wandermissionar zum Vorbild und wollen nun ebenfalls durch die Welt ziehen mit einer Mission und zwar wollen wir die Menschen vom St. ERHARD Bier und der fränkischen Bierkultur überzeugen.

Beer In India

Beer: For India, by India, to India